Die Geschichte der Argeter Dorfweihnacht

Die „Argeter Dorfweihnacht“ war 2011 ins Leben gerufen worden,  als ein Weihnachtsmarkt, der liebevoll altbayerisches Kulturgut pflegen wollte.

Die gesamte Dorfstraße, geprägt von historischen Bauernhäusern, die dort wie Perlen auf einer Schnur aufgefädelt sind, war weihnachtlich dekoriert worden. An über 30 Ständen wurde überwiegend traditionell Altbayerisches angeboten. Dazu gab es zahlreiche Vorführungen guter alter Handwerkskunst (z.B. Kunst- und Goldschmiedearbeiten, Glasbläserkunst, Hutmacher-, Drechselarbeiten, Federkielstickereien, usw).

„Alles hier ist made in Arget“, berichtet Hanne Fesl stolz. Sie hat die Argeter Dorfweihnacht ins Leben gerufen.


Zudem sorgten spannende Mitmach-Aktionen für leuchtende Kinderaugen. Begleitet wurde das Ganze von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm. Denn in den verschiedenen „Stadln“ und "Stubn" (neudeutsch: Event-Areas) waren traditionell bayerische Klänge und Darbietungen geboten. Als weitere vorweihnachtliche Attraktionen gab es Pferde-Kutschfahrten und eine original bayerische Christbaumversteigerung zugunsten Sternstunden mit tollen Preisen.

 

Von Anfang an war die „Argeter Dorfweihnacht“ ein großer Erfolg. Übers Wochenende verteilt kamen Jahr für Jahr mehrere tausend Besucher, um sich auf den Advent einzustimmen. Also wurde auch in den Jahren 2012, 2013 und 2014 die Oberhamer Straße zur Romantik-Meile im Lichterglanz.

 

Ab 2014 kam es dann zu einer Änderung. Die „Argeter Dorfweihnacht“ wurde von nun an im 2-Jahres-Rhythmus veranstaltet. Das Veranstaltungskonzept aber blieb gleich. So wurde auch am 1. Adventwochenende 2016 wieder altbayerisch-beschaulich in den Advent gestartet. Am Samstag ging’s um 11 Uhr los mit den heimischen Musikgruppen, die bis zum Sonntag um 18.00 Uhr die musikalische Umrahmung boten. Auch der Nikolaus in der Pferdekutsche durfte nicht fehlen. 

Für das leibliche Wohl war durch die örtlichen Vereine gesorgt. So gab es am Stand des Sportvereins Arget leckere Schupfnudeln, Gulaschsuppe im Vinschgerl, Feuerzangenbowle, Apfelglühwein und Kinder-Punsch.

 

An den Ständen aber wurde nicht nur der Kauflust gefrönt. Gutes altes Handwerk gab es zu bestaunen. Dazu brauchte es Muße. Viel Interessantes war zu entdecken. „Aber alle Kunsthandwerker  sind handverlesen; ihr Angebot stammt aus der Region“, versicherte Hannelore Fesl.

 

Schirmherr der Dorfweihnacht war zuletzt Landrat Christoph Göbel. Gern hatte er sein Kommen zugesagt. Und auch für Sauerlachs Bürgermeisterin Barbara Bogner ist der Bummel entlang der Oberhamer Straße ein Muss. Der Duft von Orangen-Punsch, Lebkuchen und Spezialitäten zieht sich durch die belebten Gassen. Zahlreiche Musikgruppen treten auf. Alphornbläser, Korona-Musi oder Goldkehlchen und viele andere, denn Arget ist reich an musikalischem Talent. 

 

Aus persönlichen Gründen kann Hanne Fesl die „Argeter Dorfweihnacht“ nach 2018 leider nicht mehr durchführen. So erklärte sich Heinrich Reichel aus Arget bereit, die Organisation ab 2020 zu übernehmen. Er wird die Veranstaltung in ihrem Sinne fortführen.